Beachtenswert ist der Chor, der vermutlich als Erweiterungsbau in gleicher Größe wie das Langhaus ausgeführt wurde. Der gerade Chorabschluss besaß ursprünglich zwei romanische Fenster, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts zugemauert wurden. Das ursprüngliche Hauptportal auf der Südseite des Langhauses ist zu unbekannter Zeit zugesetzt worden. Die Pfarrtür, ebenfalls auf der Südseite gelegen, ist heute einziger Eingang, sie erhielt im späten 19. Jahrhundert einen Vorbau in Backstein. Im Inneren befindet sich ein barocker Kanzelaltar mit Schnitzarbeiten aus Lindenholz, zum Interieur gehören ferner ein spätgotischer Taufkessel aus Sandstein, eine Marienstatuette aus dem 14. Jahrhundert und in Sonderheit ein hochgotischer Marienschrein. In dessen Mittelfeld ist die Marienkrönung dargestellt, umgeben von vier Apostelfiguren. Die geöffneten Flügel zeigen elf erhalten gebliebene Heiligenfiguren jeweils mit den Zeichen ihres Martyriums bzw. ihrer Würde. In der Predella ist die Anbetung des Christuskindes durch die drei Weisen aus dem Morgenland dargestellt. Bemerkenswert sind ferner die Westempore von 1688 und die Nordempore von 1704. Nach der Inschrift auf einer mittelalterlichen Glocke (is hoten Maria) und dem vorreformatorischen Inventar der Kirche ist auf ein Marien-Patrozinium zu schließen. Im Kirchenraum steht ein wertvolles Harmonium von J. Straubevon 1878.
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