Von Gästen und Einheimischen wird die Berkauer Dorfkirche gern Dom genannt. Mit ihrem neogotischen Äußeren ist sie eine Besonderheit in der altmärkischen Kirchenlandschaft. Das ursprüngliche, aus dem 13. Jahrhundert stammende zweiteilige Bauwerk wurde 1886 umfassend verändert. Prägendsind dabei das neu errichtete Westwerk und die neogotischen Maßwerkfenster mit Sandsteinleibungen an beiden Seiten des Langhauses. Vom ursprünglichen Baukörper finden sich Spuren in Form des sorgfältig gesetzten Mauerwerkes, durch die romanische Pfarrtür an der Chornordseite sowie zwei zugesetzte romanische Fenster an der Ostseite des Chores. Ein weiteres ursprüngliches Fenster und das gleichfalls vermauerte ehemalige Hauptportal erblickt man auf der Nordseite des Kirchenschiffes. Das Innere ist durch die offene Dachlage in der Manier frühchristlicher Kirchen und durch die barocke Altarwand (1710) geprägt. Dem Betrachter fallen dabei die reiche Pilasterarchitektur, das Bandwerk und die stark plastischen Akanthus und Blumenschnitzereien ins Auge, aus der Barockzeit ist ferner ein Taufengel aus dem ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts erhalten geblieben, der inzwischen restauriert worden ist. Der Altar ist neogotisch und mit einer Christusdarstellung im Stil der Nazarener gestaltet.
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