Das Mauerwerk zeigt die offensichtlich begrenzten Funde von Feldsteinen in der Gemarkung, dadurch erklären sich vermutlich die Unregelmäßigkeiten in der Bauausführung. Die Turmhalle des Westquerturmes ist im Erdgeschoss mit einer Findlingsquertonne gedeckt. Die gepaarten spitzbogigen Öffnungen in den rundbogigen Fensternischen des Glockengeschosses sind backsteineingefasst und deuten damit die frühe Gotik als Entstehungszeit an. Auch das noch in Naturstein ausgeführte Südportal des Langhauses zeigt einen gotischen Bogen, alle Fenster jedoch wurden erst im 19. Jahrhundert spitzbogig, d. h. neogotisch, erweitert und in Backstein gefasst. Bemerkenswert ist die flache Nische (die vermutlich eine Apsis andeuten soll) an der östlichen Innenwand des Kirchenschiffes, dort hatte bis zum Umbau im 19. Jahrhundert der Altar seinen Platz. Diese Neuausstattung umfasst den Altar, die Kanzel, das Gestühl und die Empore. Nach der baubeschreibenden Literatur erhielt der Turm 1804 einen neuen Glockenstuhl. 2004 wurde eine neue kleinere Bronzeglocke eingeweiht. Seither steht die alte Stahlglocke von 1923 auf einem Sockel vor der Kirche.
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