Die Deetzer Kirche, direkt an der Ortsdurchfahrt gelegen, ist ein mittelalterlicher Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit einem neuzeitlichen Turm aus dem 19. Jahrhundert. Zum Ensemble gehören eine den Friedhof umfassende Feldsteinmauer, ein Bahrenhaus (19. Jahrhundert) und ein Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Mittealterliche und neuzeitliche Spuren sind gut erkennbar. Bauzeitlich sind das Feldsteinmauerwerk mit dem ehemaligen Patronatseingang (Südfassade) und wahrscheinlich auch die Chorfenster. Unter dem Dach des Schiffes verbirgt sich ein barocker Dachstuhl. Sichtbar ist hier, dass es einen Fachwerkturm gab. Eine Holztafel in der Kirche belegt, dass im Jahr 1852 eine Erneuerung und Erweiterung im Inneren erfolgte. Wann Triumphbogen, Fenster und die Ausstattung verändert wurden, kann zeitlich nicht genau eingeordnet werden. Sicher ist aber, dass die Orgel nach 1870 eingebaut wurde. Der Anbau des 18 m hohen Backsteinturms soll um 1885 errichtet worden sein. Der 2 m hohe Altaraufsatz und die Kanzel stammen aus dem Jahr 1904. Die noch vorhandenen Malereien auf Triumphbogen und Taufstein sind aus der Zeit des Jugendstils. Erst ab den 1990er Jahren war es möglich, das Äußere der Kirche (Fenster, Dach, Fassade und Turm), auch dank des Engagements der Deetzer, zu sanieren. Hervorzuheben ist der Einbau einer zweiten Glocke im Jahr 2001, die das ursprüngliche Geläut wieder hergestellt hat. Seit 2024 wird das Innere der Kirche instand gesetzt. Der im Turm eingebaute spätgotische Altarschrein wird restauriert und im Schiff angebracht.
2025 wurde das Gotteshaus zu Deutschlands Kirche des Jahres gewählt.
Mehr kann man hier nachlesen.
Terminabstimmung zur Besichtigung über Jürgen Franke, Telefon 0173 / 4139327