Die romanische Dorfkirche von Meßdorf, nördlich vom Dorf gelegen, ist von einer den Friedhof umfassenden Feldsteinmauer mit zwei gotischen Toren und einer barocken Pforte umgeben. Die Kirche zeigte die älteste Form altmärkischen Kirchenbaus, bestehend aus Westwerk, Langhaus, abgesetztem Chor und Apsis. Das Westwerk wurde im 13. Jahrhundert um ein Geschoss erhöht, die sichtbaren Baunähte bezeugen eine ursprünglich vorhandene Doppelturmanlage. Zwischen 1715 -1728 wurde das Kircheninnere umfassend barockisiert und 1744 die von Hartmann, Magdeburg, gebaute Orgel in Betrieb genommen. Im Jahre 1882 erfolgte ein umfassender Umbau im neoromanischen Stil durch die Firma Prüfer Berlin. Nach einem Brand 1975 erfolgte eine Notinstandsetzung, erst zwischen Oktober und Dezember 2005 erfolgte eine umfassende Renovierung in Anlehnung an die Bauunterlagen von 1882. Zum Interieur gehören der Taufstein und ein Altaraufsatz von 1882 sowie ein erhaltener Messingleuchter aus dem Jahre 1676. Die beim Brand von 1975 verlorenen neoromanischen Radleuchter sind als Stiftung, nach historischer Vorlage, neugefertigt worden. Im Chorraum fanden drei Grabplatten, die aus den Jahren 1618, 1730 und 1796 stammen, Aufstellung. Mit dem Umbau von 1882 war die romanische Überbauung und Erweiterung der Orgel auf der Westempore verbunden, die Orgel wurde zwischen 1996 -1998 restauriert und wurde damit zum Ausgangspunkt für die Internationalen Musikfesttage. Im Jahre 2022 wurden die Berg- undBauernglocke neu gegossen und 2023 geweiht und eingebaut.
Diese Kirche ist ein Teil des Projektes "Kirchen und Klöster der Altmark" und in der Tour "Orgeln, Glocken & Festspiele: Eine Musikalische Spurensuche" abgebildet.
Diese Kirche lässt sich alternativ auf eine völlig neue Weise entdecken: Mit faszinierenden 360° Kirchen-Ansichten kann man die Kirche von innen und außen entdecken und in die Architektur, kunstvollen Details und spirituelle Atmosphäre des Orts eintauchen – ganz bequem, rund um die Uhr und von zu Hause aus.
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