Während der dreiteilige Grundriss, mit Westwerk, Langhaus und eingezogenem, gerade geschlossenen Chor unangetastet blieb, ist die Gesamtanlage durch verschiedene Umbauten geprägt. Die Neuanlage der Dächer erfolgte 1829 mit flacherer Neigung, sichtbar an der östlichenäußeren Turmwand. Die Mauerlagen wurden durch massive Fenstervergrößerungen und das neu eingefügte Hauptportalstark gestört. Das Westwerk präsentiert sich als besonders beeindruckendes Beispiel für eine weltliche Nutzung als Flieh- und Schutzraum. Hier ist das Mauerwerk im Untergeschoss bis zu 2,80 m stark. Schmale Schlitze im Mauerwerk geben Aussicht, Licht und Schutz, der Turmzugang befindet sich in ca. 6 m Höhe in Form einer abgewinkelten Pforte. Der barockanmutende und neuzeitlich stilgerecht instandgesetzte Dachreiter auf dem Westwerk ist in seinem Ursprung durch eine Kaufurkunde auf das Jahr 1582 datierbar. Der Innenraum ist durch neuzeitliche Umbauten und Instandsetzungen sehr geprägt, so wurde die Chorwand mit dem Triumphbogen entfernt bei einer Renovierung im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts auch das Gestühl. Die Kirche birgt einige wertvolle Stücke älterer Ausstattungen, so einen kelchförmigen Taufkessel, auf das Jahr 1521 datiert, eine Mosesfigur - ursprünglich Träger einer Barockkanzel, heute vor dem modernen Lesepult stehend und der verbliebene Rest einer spätbarocken-frühklassizistischen Altarwand.
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